Ziele und Zielgruppe

St. Bonifatius SprachheilkindergartenEs ist unser Ziel, Kinder mit einer nicht nur vorübergehenden wesentlichen Sprachentwicklungsverzögerung entsprechend ihres individuellen Hilfebedarfs zu fördern und die damit in Zusammenhang stehenden weiteren Störungen in einem ganzheitlichen Prozess zu heilen, zu bessern oder ihre Verschlimmerung zu verhüten.

Grundlage bilden hierzu die maßgeblichen Fachdisziplinen: Pädagogik, Medizin, Psychologie, Linguistik, Logopädie und Sprachheilpädagogik.

In unserem Sprachheilkindergarten finden Kinder mit einer nicht nur vorübergehenden wesentlichen Sprachentwicklungsverzögerungen im Sinne des § 53 SGB XII in Verbindung mit § 1, Nr.6 der VO nach § 60 SGB XII sowie des § 2 SGB IX Aufnahme, für die eine ambulante Sprachheilbehandlung nicht ausreicht und eine stationäre Behandlung nicht erforderlich ist.
Hörgeschädigte Kinder nehmen wir auch ab dem 3. Lebensjahr auf.

Betroffen sind Kinder mit Förderbedarf insbesondere bei folgenden Störungen des Sprechens, der Sprache oder der Kommunikation:

  • schwere Sprachentwicklungsstörung mit phonetisch-phonologischer Aussprache-störung und / oder mittel- bis hochgradigem Dysgrammatismus
  • spezifische Sprachentwicklungsstörung
  • audiogene Sprachentwicklungsstörung
  • gestörte Organisation mit orofacialen / myofunktionellen Störungen, Dysphonie, Rhinophonie, Spaltenbildung, Schluckstörung
  • Dysphasie, Dysarthrie, verbale Dyspraxie
  • Redefluss-Störungen (Stottern/Poltern)
  • Kommunikationsstörungen mit schwerer Beeinträchtigung der Lautsprachperzeption und -produktion, Mutismus

In Zusammenhang mit der Sprachentwicklungsverzögerung können begleitende Störungen in folgenden Bereichen auftreten:

  • Störungen im Lern- und Leistungsbereich
  • motorische und sensorische Störungen
  • Störungen der senso-motorischen Koordination
  • Störungen der Wahrnehmung und des Gedächtnisses
  • soziale und emotionale Störungen